Abonnieren: Artikel / Kommentare

Kaninchenjagd in LU

Samstag, 24.Juli 2010 von Torsten

Aktuelles

In Ludwigshafen wird auch dieses Jahr von der Stadt wieder Jagd auf die Kaninchenpopulation gemacht, da diese sich auf Grund des warmen Sommers besonders gut vermehren. Die Kaninchen mögen ja in geringer Zahl eine Bereicherung der Ludwigshafener Tierwelt darstellen, da sie, wie auch die Papageien der Stadt, keine heimische Tierart darstellen. Jedoch sind sie durch ihre große Zahl auf bestem Wege eine Plage zu werden, da sie auf Grünanlagen Blumen fressen oder was wesentlich problematischer ist Straßendämme unterhöhlen.

Jedoch ist die Jagd auch mit Vorsicht zu genießen, da die Kaninchen geschossen werden und leider nie zu 100% sichergestellt werden kann, dass die Geschosse auch die Kaninchen treffen und nicht über ihr Ziel hinaus schießen und so zu einer unkontrollierbaren Bedrohung werden können. Wie es vergangene Woche auf dem Mundenheimer Friedhof fast geschehen wäre, was die Stadt dazu bewegte die Jagd auf Friedhöfen nur noch durchzuführen, wenn die Tore verschlossen sind. Dies ist jedoch nicht an Straßen möglich, was die Frage aufwirft, ob es nicht bessere Methoden gibt um die Kaninchenpopulation zu beschränken.

2 Kommentare

  1. Jan-Eric sagt:

    die armen kaninchen :(

  2. Hella sagt:

    Wenn man darüber nachdenkt, wie Menschen sonst mit Tieren umgehen, finde ich erschießen ziemlich human. Allerdings ist es natürlich bedenklich, wenn nicht sichergestellt wird, dass keine Menschen in der Nähe sind.

    Man kann grob mehrere “Verwendungsarten” von Tieren abgrenzen:
    1. Nahrung
    2. Haustiere und Freizeit
    3. Schädlingsbekämpfung
    4. Forschung

    Bei der Nahrung fragen nur wenige Menschen “Wie ist das Schwein eigentlich gestorben, das gerade als Schnitzel auf meinem Teller liegt?”. Dank Tierschutzgesetzen dürfen die großen Nutztiere in Deutschland nur mit der Bolzenschusspistole in den Kopf getötet werden, was wohl ein recht schneller und vergleichsweise schmerzarmer Tod ist.

    Haustier klingt erst mal nach einem schönen Leben für die Tiere. Aber sie werden so oft nicht artgerecht gehalten, dass es schon grausam ist. Und bei Tieren, die zu Freizeitaktivitäten verwendet werden, z.B. Pferden, ist es zum Teil noch schlimmer. Man muss sich ja nur mal die armen Ponys auf den Kerwen anschauen, die stundenlang mit kleinen Kindern auf dem Rücken im Kreis laufen müssen.

    Und jetzt zu deinem Thema: Schädlingsbekämpfung. Keiner von uns will vermutlich wieder Ratten- und Mäuseplagen u.ä., was auch für die Hygiene sehr bedenklich wäre. Aber dafür zahlen die betroffenen Tiere nun mal den Preis. Erschießen von Kaninchen ist dabei wirklich noch human. Ratten werden per Köder vergiftet. Da Ratten aber schlaue Tiere sind, lernen sie schnell, dass der Köder tödlich war und fressen ihn dann nicht mehr. Um das zu verhindern, sterben sie erst einige Zeit nach dem Fressen des Köders, damit der Tod nicht mehr mit dem Köder in Verbindung gebracht wird. Die Ratten verbluten dabei langsam innerlich. Ein ziemlich grausamer Tod.

    In der Forschung werden hauptsächlich Mäuse und Fische verwendet. Um das Thema wird von Seiten der Tierschützer immer viel Aufhebens gemacht, dabei ist die Zahl der Tiere im Vergleich zu Nahrung und Haustieren gering und die Auflagen durch Tierschutzgesetze sind hoch und werden streng kontrolliert. Und wenn man über den Nutzen nachdenkt, wird man feststellen, dass dieser hier sehr viel höher ist, als bei Haustieren und Freizeitnutzung.

Kommentar schreiben

Herzlich Willkommen!

Herzlich Willkommen auf dem kommunalpolitischen Blog der Jusos Ludwigshafen!



Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, die aktuellen politischen und gesellschaftlichen Geschehnisse in Ludwigshafen kritisch zu beleuchten. Zwar sympathisieren wir naturgemäß mit der SPD, dennoch haben wir den Anspruch, eine gewisse Objektivität zu wahren. Die Artikel und Kommentare stellen dabei die Meinung des jeweiligen Autors dar und nicht zwangsläufig die offizielle Juso-Position.



Zudem wollen wir allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit geben, die Artikel zu kommentieren und mit uns zu diskutieren. Du bist also herzlich dazu eingeladen unsere Beiträge zu kommentieren! Wir sind auf deine Anregungen gespannt und freuen uns darüber, neue Impulse für unsere politische Arbeit zu erhalten.