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Ebertpark bleibt volksnah

Freitag, 23.April 2010 von Michael

Aktuelles, Leben in LU

Wie kürzlich der lokalen Presse zu entnehmen war, hat man sich nun endlich von der Illusion verabschiedet, im Ebertpark ein Sternerestaurant anzusiedeln. Wie nicht anders zu erwarten war, hat sich hierfür kein geeigneter Investor gefunden und eine Unternehmensberatung hat der städtischen Wohnungsbaugesellschaft GAG nun glaubhaft vermitteln können, dass das geplante Konzept für den Ebertpark nicht zu realisieren sei. Dieses Urteil hätte ich mir mit Verlaub auch ohne dickes Beraterhonorar zugetraut.

Das neue Konzept klingt auf den ersten Blick schon wesentlich erfolgversprechender. Neben einer sternefreien Küche soll ein Schwerpunkt auf Banketveranstaltungen gelegt werden. So wären beispielsweise Kooperationen mit dem Standesamt möglich. Trauung im Freien, hübsche Bilder vom Brautpaar und danach eine schöne Feier im Turmrestaurant, unterbrochen durch einen kurzen Spaziergang im Park. Das klingt idyllisch und ich bin mir sicher, an Interessenten würde es nicht mangeln.

Es ist meines Erachtens wichtig, den Ebertpark langfristig als Volkspark zu erhalten. Dieses Konzept unterstützt diesen Ansatz ungemein. Gerade seitens der Christdemokraten kamen in der Vergangenheit immer wieder Überlegungen auf, den Ebertpark aufzuwerten und im Gegenzug Eintritt zu verlangen. Das kann aus meiner Sicht politisch kein vertretbarer Ansatz sein, denn Naherholung muss gerade auch für junge Familien mit niedrigem Einkommen und Kindern möglich sein. Ein bezahlbares Restaurant ist insofern nur konsequent.

Ein Kommentar

  1. David sagt:

    Zum Turmrestaurant war heute in der RHEINPFALZ ein Interview mit Klaus-Ulrich Riedel von RC&P Riedel Consulting & Projekte. Dem Unternehmensberater der die GAG in Sachen Turmrestaurant berät.
    Interessant ist dabei, dass er schon mit größeren Projekten zu tun hatte, unter anderem der Gastronomie für die Bundesgartenschau in Berlin. In der Region war er mit der Pächterausschreibung und -auswahl für das Heidelberger Schloss und mit dem Strandbad in Neckarau betraut.
    Im Bezug auf das Turmrestaurant sagte er im Bezug auf die Zielgruppe: “Aus der Situation des Parks folgt, dass mehrere Generationen das Restaurant aufsuchen werden: Familien, aber auch ältere Leute, die hier Erholung für
    Körper und Seele suchen.”
    Zum Preissegment äußerte Riedel: “Die Kunst der Betreiber wird es sein, Qualität für jeden Maßstab und für fast jeden Geldbeutel zu leisten”. Ich hoffe sehr, dass das dann auch so kommt und es tatsächlich für Familien möglich ist dort zu humanen Preisen zu essen. Es wäre schade, wenn von vorneherein Menschen mit kleinem Geldbeutel ausgeschlossen wären.

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